wp-config.php – kleine Datei mit großer Wirkung

Die wp-config.php Datei findest du im obersten Verzeichnis deiner WordPress-Installation. Im Regelfall warst du bereits dort als du die Verbindung zu deiner Datenbank angepasst und die URL deiner Seite festgelegt hast.

Mit dieser Datei lassen sich abseits der gängigen Einstellungen allerdings deutlich mehr Optionen freischalten. Einige der Funktionen möchte ich dir in diesem Artikel präsentieren.

Die Datenbank-Optionen

Die Datenbank ist dein Datenspeicher für alle Inhalte, Benutzer, Beiträge und vieles mehr. Du hast die Möglichkeit folgende Parameter in der wp-config.php zu setzen:

define( 'DB_NAME', 'hier_einsetzen' );

Hier hinterlegst du den Namen deiner Datenbank. Je nach Hoster oder Server-Typ kannst du diesen Namen frei wählen oder er wird dir vorgegeben.

define( 'DB_USER', 'hier_einsetzen' );

Der Benutzername deiner Datenbank. Diesen erhältst du in der Regel ebenfalls bei deinem Hosting-Anbieter.

define( 'DB_PASSWORD', 'hier_einsetzen' );

Das Passwort hast du bei Einrichtung der Datenbank innerhalb deines Web-Panels deines Hosters angelegt. Es ist die erste Sicherheitsmaßnahme um unerlaubte Änderungen an deiner Datenbank zu unterbinden.

define( 'DB_HOST', 'localhost' );

Im Standard findest du hier den Eintrag „localhost“ vor. Das bedeutet, dass der MySQL-Server sich auf dem gleichen Server wie deine WordPress-Installation befindet. Je nach Hoster kann dieser Wert abweichen.

WordPress URL

define( 'WP_SITEURL', 'http://hier_einsetzen' );
define( 'WP_HOME', 'http://hier_einsetzen' );

Du kannst die URL deiner Website mit Hilfe der wp-config.php anpassen. Diese Optionen wirken sich direkt auf die Einträge in der wp_options Tabelle in deiner Datenbank aus. Das macht vor allem Sinn, wenn du z.B. auf eine neue Domain umziehst und zunächst deinen Login-Bereich erreichen möchtest.

WP-Content-Ordner verschieben

define( 'WP_CONTENT_DIR', dirname(__FILE__) . '/hier_einsetzen' );

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme kann die Anpassung deines wp-content-Verzeichnises sein. Außerdem kann diese Option dafür genutzt werden den Ordner auf einen zweiten Server zu transferieren und somit die Datenlast deiner Website besser zu verteilen.

define( 'WP_CONTENT_URL', 'http://hier_einsetzen/hier_einsetzen/wp-content' );

Neben dem wp-content-Verzeichnis musst du auch die URL zu deinem Verzeichnis angeben. Dazu setzt du diese Konstante.

define( 'WP_PLUGIN_DIR', dirname(__FILE__) . '/blog/wp-content/plugins' );
define( 'WP_PLUGIN_URL', 'http://example/blog/wp-content/plugins' );

Ähnlich dem wp-content-Verzeichnis kannst du auch den Plugin-Ordner verschieben dazu passt du zum Einen das Verzeichnis zum anderen die URL an.

define( 'UPLOADS', 'blog/wp-content/uploads' );

Mit dieser Zeile kannst du den Uploads-Order deiner Installation verschieben.

Beitragsoptionen anpassen

define( 'AUTOSAVE_INTERVAL', 160 ); // Seconds

Hiermit kannst du den Zeitintervall der Auto-Speichern-Funktion von WordPress anpassen.

define( 'WP_POST_REVISIONS', 3 );

Hiermit kannst du die Anzahl an möglichen Revisionen in deinen Beträgen festlegen.

define( 'EMPTY_TRASH_DAYS', 30 ); // 30 days

Lege die Anzahl an Tagen fest, nachdem dein Papierkorb automatisch gelöscht werden soll.

define( 'DISALLOW_FILE_EDIT', true );

Deaktivere den Admin-Editor für Plugins & Themes.

Multisite

define( 'WP_ALLOW_MULTISITE', true );

Aktiviere die Mulitiste-Funktion für deine Seite.

Serverseitige Einstellungen

define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '64M' );

Ein häufiges Problem ist ein zu geringer PHP-Memory für die Ausführung gewisser Aufgaben im Backend deines WordPress. Über diese Konstante kannst du auch bei günstigen Hosting-Anbietern einige Probleme aus dem Weg schaffen und Dinge wie Massen-Verarbeitung, Mehrfach-Uploads u.Ä. ausfallfreier nutzen.

define( 'WP_DEBUG', true );

Eine sehr nützliche Konstante zur Anzeige von Fehlern in deinem System. Dies sollte jedoch nie auf deiner Live-Version sondern immer in einer Testumgebung eingeschalten werden. Wir möchten potenziellen Angreifern die Arbeit nicht zu leicht machen.

define( 'WP_ALLOW_REPAIR', true );

Die automatische Datenbank-Optimierung von WordPress existiert seit Version 2.8. Generell lohnt sich die Aktivierung nur, wenn du einen Datenbank-Fehler hast und WordPress für dich versuchen soll, diesen zu beheben. (Backup dringend geraten)

define( 'WP_CACHE', true );

Hiermit kannst du das Caching für deine Seite aktivieren. Plugins wie z.B. W3TotalCache oder WP-FFPC erledigen das automatisch, solange die Datei beschreibbar ist.

define( 'FORCE_SSL_ADMIN', true );

Hiermit stellst du sicher, dass dein Administrationsbereich nur über HTTPS erreichbar ist.

define( 'WPLANG', 'de_DE' );

Ist nicht mehr nötig. Nutze die Spracheinstellungen in deinem WordPress-Benutzer-Profil um die Sprache für diesen im Backend anzupassen.

define( 'AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED', true );

Deaktivere die automatischen Updates von WordPress. Das kann sowohl aus Sicherheitsgründen sinnvoll sein. Generell solltest du Updates immer auf einer lokalen oder Staging-Version deiner Website durchführen.

Fazit

Die wp-config bietet zahlreiche Möglichkeiten dein WordPress zu tunen. Sicherheit, Performance oder das generelle Handling von WordPress können damit beeinflusst werden. Warnung: Lege dir zur Sicherheit immer eine Kopie der ursprünglichen Datei an, falsche Einstellungen können schnell dein gesamtes Projekt offline gehen lassen.

Ergänzende Informationen zur wp-config findest du im Codex
Außerdem kannst du auch diesen Generator für deine wp-config nutzen.